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Hinweise und Tips zu Kletterseilen

Kletterseilarten:

Wir wollen Dir für Deinen Kletterseilkauf einige kleine Erklärungen und Tipps geben, wobei beim Kauf eines Seils zu achten ist:

Als Kletterseil bezeichnet man Seile, die beim Klettern als Hilfsmittel dienen, zur Sicherung des Kletternden sowie bei alpinen Klettertouren zur Fortbewegung (z.B. Abseilen, oder Jümarn).

Die ersten Seile wurden noch aus Hanffasern hergestellt. Auf Grund ihrer geringen Haltekraft kam es immer wieder zu Seilrissen die nicht selten auch zum Tode geführt haben. Ab den 1960er Jahren kamen langsam Seile aus Kunstseide auf, die mit heutigen Seilen annähernd zu vergleichen sind.

Heutzutage bestehen Kletterseile aus Polyamid und werden in der Kernmantelkonstruktion hergestellt. Sie bestehen aus einem verflochtenen Faserkern, der von einem gewebten Mantel vor Beschädigungen geschützt wird. Mit Ausnahme von Baumkletterseilen trägt der Kern immer die Hauptlast. Man unterscheidet zwei verschieden Arten von Kletterseilen, abhängig von ihrer statischen Gebrauchsdehnung: dynamische Seile (Dehnung um 8%) und halbstatische Seile (Dehnung zwischen 2 - 5%). Die Richtwerte für Kletterseile sind nach den Vorgaben der UIAA genormt. Im Bereich der dynamischen Seile unterscheidet man zwischen Einfachseilen, Halbseilen und Zwillingsseilen.

Die Einsatzgebiete von Seilen sind breit gefächert: im Klettersport, zur Höhenrettung bei der Bergwacht, Absturzsicherung bei der Feuerwehr, Industriekletterei, Baumpflegearbeiten, Canyoning oder Speläologie (Höhlenforschung).

Einfachseil:

Einfachseile findet man vor allem in Kletterhallen, beim Sportklettern, aber auch im sächsischen Klettern und sind somit die "Normalform" eines Kletterseils. Einfachseile überzeugen vor allem durch ihr einfaches Handling. Ihr Nachteil besteht allerdings darin, dass man nur bis zur Hälfte der Route klettern kann, die die Höhe der halben Seillänge hat, um nachher abgelassen zu werden, oder um abseilen zu können. Einfachseile weisen verschiedene Kriterien auf:

 

Halbseil:

Halbseile befinden sich im Bereich Festigkeit und Gewicht zwischen Einfach- und Zwillingsseilen. Sie sind vor allem in "clean"-Routen zu empfehlen, wo man mobile Sicherungen verwendet. In die "rechte" und "linke" Sicherungskette wird jeweils ein Seil eingehängt, dadurch verringert sich die Seilreibung. Ein weiterer Vorteil von Halbseilen ist, dass man mit ihnen zwei Nachsteiger gleichzeitig sichern kann. Sie gewährleisten allerdings nur maximale Sicherheit im Vorstieg, wenn beide Seile gleichzeitig verwendet werden. Man kann mit ihnen Routen klettern, die der vollen Seillänge entsprechen und auch wieder abseilen. Ebenso wie Einfachseile müssen Halbseile verschiedene Normen erfüllen.

 

Zwillingsseil:

Zwillingsseile werden auch gern als Doppelseil bezeichnet. Dies kommt daher, da sie im Doppelstrang verwendet werden und immer beide Seile in die Zwischensicherung eingehängt werden (wie bei Einfachseilen, im Doppelstrang wiegen zwei Zwillingsseile in etwa so viel wie die schwersten Multisturz-Einfachseile). Durch die Zwillingsseiltechnik hat man immer eine Redundanz für den Fall, dass eines der beiden Seile beim Sturz über ein scharfe Kante läuft und beschädigt wird. Wie bei Halbseilen auch kann man mit ihnen die volle Seillänge austeigen und auch wieder abseilen. Somit sind Zwillingsseile optimal für alpine Klettereien und Mehrseillängen-Routen geeignet. Sie müssen folgende Normen erfüllen:

 

Statikseil:

Statikseile (auch halbstatische Seile genannt) sind Seile mit einer geringen Seildehung. Sie eignen sich dadurch ideal als Fixseile. Statikseile finden vor allem beim Nachziehen von Lasten, beim Canyoning, in der Speläologie, bei der Bergrettung (Höhenrettung), bei der Absturzsicherung, und auch beim Bau von mobilen Klettergärten Verwendung. Sie dürfen allerdings nicht zum Klettern im Vorstieg verwendet werden, da im Sturzfalle durch die geringe Seildehung eine zu große Kraft auf den Kletterer einwirken würde (Verletzungen oder Materialversagen möglich)! Einzig beim Klettern im Toprope sind sie zu verwenden, keine Gefahr der Seildehung von mehreren Metern und Sturz zu Boden. Statikseile haben einen Seildurchmesser von 9 - 13 mm.

Baumkletterseil

Baumkletterseile weisen ähnlich wie die Statikseile eine geringe Seildehnung auf. Anders als bei allen anderen Seilarten besitzen Baumkletterseile einen höheren Mantelanteil, der die Hauptlast trägt. Daher werden sie auch als Mantelkernseil bezeichnet. Sie werden vor allem zur seilunterstützten Baumpflege eingesetzt.

 

Seilparameter:

Die Seilparameter geben dem Benutzer Aufschluss darüber, welche Eigenschaften das Seil hat. Hinsichtlich ihrer Parameter lassen sich die Seile den entsprechenden Bereichen zuordnen (Einfach-, Halb- Zwillingsseil). Aber auch innerhalb dieser Seilarten gibt es viele Unterschiede und man kann sich ein Seil ganz nach seinen Bedürfnissen heraussuchen.

UIAA-Normsturz:

Die vielleicht wichtigste Frage beim Seilkauf:

Wie hoch ist die Normsturzzahl eines Seiles? - Was hält das Seil aus?

Hierzu wird für jedes Seil in einem simulierten Bergunfall die Anzahl der Stürze nachgestellt, die es mindestens aushalten muss. Dies gibt die Europäische Norm EN 892 vor. 

Der Normsturz ist aber in der Praxis nicht zu erwarten. Die Normsturzzahl gilt als ein direktes Maß für die Sicherheitsreserven eines Seiles. Einfachseile die 5 - 9 Normstürze aushalten, werden als Normsturzseil bezeichnet, Einfachseile mit mehr als 9 Normstürzen nennt man Multisturzseil.

Hierzu wird ein Gewicht von 80 kg bei Einfachseilen, Zwillingsseilen im Doppelstrang und 55 kg bei Halbseilen im Einzelstrang verwendet. Das Gewicht befindet sich an einem 2,80 m langen Seil. 30 cm davon befinden sich zwischen der Seilfixierung (Seil wird statisch gehalten, kein Sicherungsgerät wird eingesetzt) und dem Umlenkkarabiner und 2,50 m zwischen dem Umlenkkarabiner und dem Gewicht. Das Gewicht befindet sich 2,30 m über der Umlenkung bevor es losgelassen wird. Die gesamte Fallhöhe ohne Seildehnung beträgt somit 4,80 m. Daraus ergibt sich ein Sturzfaktor von 1,7 (Fallhöhe geteilt durch Seillänge).

Äußere Einflüsse wie Alterung und Abrieb, sowie Nässe und vor allem Frost mindern die Leistungsfähigkeit des Seiles und können sie um mehrere Normstürze reduzieren.

 

Seildurchmesser:

Der Seildurchmesser wird unter einer definierten Belastung ermittelt und in "mm" angegeben. Bei einigen Seilen auf dem Markt fällt jedoch auf, dass die Herstellerangaben deutlich von den Tests abweichen. Im Praxisbereich hat der Durchmesser jedoch nicht so viel Bedeutung. Aufpassen sollte man lediglich bei der Klemmwirkung einzelner Seilbremsen und Seiklemmen bei dünnen Seilen. Einige Sicherungsgeräte sind auch nur für bestimmte Seildurchmesser ausgelegt. Der große Vorteil an einem dünneren Seil ist das meist niedrigere Gewicht und die reduzierte Reibung. Die dünnsten Einfachseile auf dem Markt sind derzeit 8,9 mm.

Seilgewicht:

Das Seilgewicht gibt an, wie schwer 1 m Seil in Gramm ist. Einfachseile haben meist ein Gewicht von 52 - 85 g/m, Halbseile von 41 - 55 g/m und Zwillingsseile von 38 - 45 g/m. Bestimmte Verfahrenstechniken wie COATINGfinish ™ von Mammut reduzieren das Seilgewicht noch einmal. Der ausschlaggebende Punkt beim Seilgewicht ist, wieviel Gewicht darf oder soll mein Seil wiegen. Vor allem bei Reisen ist dies ein Thema. Nur 2 Gramm weniger Seilgewicht z.B. reduzieren bei einem Seil von 50 m das Gewicht um 100 g.

Mantelverschiebung:

Um die Mantelverschiebung (oder auch Mantelrutsch) eines Seiles zu bestimmen, wird ein 2 m langes Seilstück fünfmal durch ein Prüfgerät (Metalltrommel mit zickzackförmig versetzter Seilführung) gezogen. Dadurch werden Mantel und Kern stark hin und her bewegt. Am Testende darf sich der Mantel maximal um 20 mm verschoben haben. In der Praxis deuten Wülste oder Verdickungen auf eine Mantelverschiebung hin, sowie ein loser Kern oder Mantel bei unsauber verschweißten Seilenden. Durch die heutigen modernen Fertigungsverfahren tritt eine Mantelverschiebung jedoch kaum noch auf.

Fangstoß:

Mit dem Fangstoß wird die Kraft bezeichnet, die auf den Kletterer bei einem Sturz ins Seil einwirkt. Jeder der schon mal ins Seil gestürzt ist, hat ihn schon erlebt, als Ruck  wenn der Fall vom Seil gestoppt wird. Die Kraft des Sturzes wird vor allem von der Seildehnung (bis zu 35 % der eigenen Länge) absorbiert. Gemäß der Norm für Kletterseile darf der Fangstoß bei Einfach- und Zwillingsseilen 1200 daN (12 kN) und bei Halbseilen 800 daN (8 kN) nicht überschreiten. Da der Fangstoß mit einem fixiertem Seil im Test ermittelt wird, wird er in der Praxis nie eintreten, da das Sicherungsgerät (z.B. ATC, HMS, Achter) einen gewissen Durchlauf hat, sowie die Befestigung am Hüftgurt und der Sichernde selber immer eine dynamische Wirkung aufbringen und der Fangstoß damit reduziert wird. Somit ist natürlich wichtig immer auf eine dynamische Sicherung zu achten.

Statische Dehnung:

Die statische Dehnung (auch Gebrauchsdehnung) ist ein Indikator für die Elastizität eines Seiles. Dazu wird ein mit 5 kg vorbelastetes Stück Seil mit 80 kg belastet. Bei Einfach- und Zwillingsseilen darf sie 10% nicht überschreiten, bei Halbseilen 12 %. Wichtig ist die statische Gebrauchsdehnung zum Beispiel beim Topropen, wenn man eine schwere Stelle klettert, sich zum Ausruhen ins Seil setzt und sich dann wieder unter der Passage befindet.

Dynamische Dehnung:

Bei der dynamischen Dehnung gibt Auskunft über die Seildehnung beim 1. Normsturz. Die allgemeine Höchstgrenze für alle Kletterseile liegt bei 40%. Mit der dynamischen Seildehnung lässt sich mehr über das Bremsverhalten des Seiles aussagen. Je größer die Dehnung ist, desto größer ist die Gefahr bei einem Sturz auf Bänder oder ähnliche Felsstrukturen aufzuschlagen.

Mantelanteil:

Ein Kletterseil verschleißt schneller durch einen erhöhten Mantelabrieb wie z.B. bei häufigem Topropen, in Kletterhallen oder im Kursbetrieb, oder durch intensives Ausbouldern von Sportkletterrouten. Speziell für solche Belastungen gibt es Seile mit einem höheren Mantelanteil. Bei normalen Seilen beträgt das Gewichtsverhältnis och Mantel zu Kern etwas 35 - 40 %. Extra für hohe Beanspruchung ausgelegt Seile kommen auf bis zu 45 %, was die Lebensdauer deutlich erhöht.

Knotbarkeit:

Zur Ermittlung der Knotbarkeit eines Seiles wird ein Überhandknoten mit 10 daN festgezogen und dann wieder auf 1 daN entlastet. Nach diesem Test darf der lichte Innendurchmesser des Knotens maximal 1,1-mal so groß sein wie der Seildurchmesser. Die Knotbarkeit dient als Anhaltspunkt für die Steifigkeit von Seilen. Bei geschmeidigen Seilen lässt sich der Knoten viel enger ziehen wie bei einem "starren" Strick, sowie als Hinweis auf den Durchlauf durch ein Sicherungsgerät. Gute Pflege kann das Seil über eine lange Zeit geschmeidig halten.

 

 

Austauch, Lebensdauer und Lagerung eines Seiles

Das Kletterseil sollte ausgetauscht werden wenn:

 

Auch wenn das Seil keine der oben aufgeführten Schäden hat sollte man trotzdem die maximale Haltbarkeit beachten:

Es ist ratsam lieber ein neues Seil zu kaufen als das eigene Leben aufs Spiel zu setzen!

 

Ein Kletterseil sollte möglichst an einem dunklen, trockenen und kühlem Raum aufbewahrt werden um die Seilalterung gering zu halten.

Kletterseil-Hersteller:

AustriAlpin

Die Firma AustriAlpin ist ein Outddoor-Equipment Hersteller, die in vielen Bereichen Standards setzt. Kletterseile sind nur ein Bereich des großen Sortiments. In der Markenbeschreibung erhältst Du mehr Infos. Hier soll es nun erstmal nur um die Seile gehen:

Generelle Hinweise:

Wartung und Aufbewahrung:

Die Haltbarkeit Deines Seils hängt von der Häufigkeit und der Art der Benutzung ab. Das Seil kann jederzeit und in jedem Moment Schäden erleiden, die nicht mehr behoben werden können. Vor der ersten Benutzung kannst Du das Seil bis zu 5 Jahre unter idealen Bedingungen aufbewahren.

Bei intensiver Benutzung kannst Du das Seil 3 Monate bis 1 Jahr verwenden. Bei mittlerer Benutzung kann das Seil ohne Probleme 2 bis 3 Jahre genutzt werden. Verwendest Du das Seil nur gelegentlich kann es circa 4 bis 5 Jahre verwendet werden. Nutzt Du dein Seil nur sehr selten, hält sich das Seil bis zu 10 Jahre.

Der richtige Umgang mit dem Seil:

  1. Das Abrollen: Im Produktionsprozess werden Seile auf Trommeln aufgerollt. Nur, wenn diese Aufrollung rückgängig gemacht wird, kann die ewige Krangel Problematik vermeiden. Wie man das am besten macht? Du löst das Seil von der Verpackung und steckst beide Unterarme in die Seilrolle. Nun kannst Du das Seil langsam abrollen, sodass das äußere Seilende zu Boden gleitet, nicht das innere Seilende!!! Danach kannst Du das Seil wie gewohnt aufnehmen oder in einen Seilsack stecken.
  2. Pflege: Du kannst Deine stark verschmutzten Seile mit einem milden Synthetik-Waschmittel reinigen. Das verlängert die Lebensdauer Deines Seils und es bleibt länger geschmeidig. Am schonendsten wäre eine Handwäsche in lauwarmem Wasser. Sogar ein Schonwaschgang (max. 30 Grad) in der Waschmaschine ist in Ordnung. Schleudern nach dem Waschgang ist aber unbedingt zu vermeiden! Zum Trocknen legst Du das Seil am besten an einem kühlen dunklen Ort auf den Boden und wendest es immer mal wieder.
  3. Lagerung: Verstaue das Seil lichtgeschützt, trocken und fern von Chemikalien (Putzmitteln).
  4. Lebensdauer: Man kann nie mit Sicherheit sagen, wie lange ein Seil genutzt werden kann. Das wird vom Kletterverhalten bestimmt. Auch kaum benutzte Seile sollten spätestens 10 Jahre ab Herstellung ausgetauscht werden, da sich Kunststofffasern mit der Zeit verändern können.

Garantie:

AustriAlpin gibt Dir eine 3-jährige Garantie für Herstellungsmängel. Diese Garantie schließt normale, durch die Verwendung des Seils entstandene Abnutzungserscheinungen aus.

 

 

BEAL

Das französische Unternehmen überzeugt mit einem breit gefächerten Sortiment für den Bergsportbereich. Seile sind nur eine der vielen Produktgruppen, um die es an dieser Stelle gehen soll:

Golden Dry Seile:

Die Golden Dry Seile von Beal sind die ersten Seile, die nach dem UIAA Water Repellenr Standard zertifiziert sind. Die UIAA hat einen neuen Standard eingeführt, der die Messverfahren und die Tests zur Wasserabweisungskapazität von Seilen festlegt. Beal konnte mitteilen, dass alle Golden Dry Seile die ersten am Markt sind, die diese Zertifizierung erhalten konnten.

 

Die Golden Dry Behandlung:

Beal unterzieht jeden Mantel der dynamische Seile einer speziellen „Dry Cover“ Behandlung. Dadurch werden die Seile widerstandsfähiger gegen Abnutzung durch Abriebe, Stürze, Schmutz und Nässe. Die Nutzungsdauer wird signifikant erhöht. Zusätzlich zu der „Dry Cover“ Behandlung trägt die „Golden Dry“ Behandlung zur Haltbarkeit des Seilkerns bei.

Bei einem „Golden Dry“ Seil wird jede Faser des Seils vor der Seilherstellung imprägniert. Die Imprägnierung wird bei hoher Temperatur auf das Polyamid polymerisiert. Dieser Prozess verleiht den Beal „Golden Dry“ Seilen eine Wasseraufnahmerate von unter 2%. Die damit verbundene geringe Wasseraufnahmerate schließt das Risiko einer Gewichtszunahme bei nassen Bedingungen aus und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Seil beim Klettern bei kalten Außentemperaturen einfriert.

Folgende Seile erfüllen die UIAA Voraussetzungen:

UNICORE Prozess:

Der Unicore Prozess von Beal ist ein Fertigungsprozess, der den Seilkern mit dem Seilmantel verbindet, ohne jedoch die charakteristische Seilgeschmeidigkeit zu beeinflussen. Die Mantelverschiebung kann sogar bei widrigsten Umständen verhindert werden. Sollte der Seilmantel zerschnitten oder zerrissen werden, bleiben Mantel und Kern trotzdem verbunden. Durch den Unicore Prozess bleibt der Mantel immer an seiner Stelle und der Anwender kann sich retten.

Beal Seile mit der UNICORE Technologie:

Tipps zur Seilpflege:

Das Seil soll bei weniger als 30° in sauberem Wasser mit einem Feinwaschmittel oder einem speziellen Reinigungsmittel für Seile von Beal gewaschen werden. Für die Maschinenwäsche (weniger als 30°) sollte das Seil in einen Kissenbezug oder ähnliches gelegt werden. Niemals das Seil mit einem Hochdruckreiniger bearbeiten!

Trockne das Seil an einem schattigen Ort. Am besten hängst Du es an einem gut belüfteten Ort auf.

 

Edelrid

Die Traditionsmarke Edelrid beschäftigt sich schon seit über 140 Jahren mit Seilen. Sicherheit und Qualität stehen bei Edelrid ganz oben auf der Liste und so überzeugen die Seile mit einem hohen Sicherheitsstandard.

Von der Faser zum Seil:

Zunächst wird geflochten! Vor dem eigentlichen Seil müssen Mantel und Seilkern miteinander verbunden werden. Je nach Seiltyp werden unterschiedlich viele Kerneinlagen von Mantelgarnen umschlossen. Während dieses Flechtprozesses werden verschiedene Flechttechnologien verwendet:

 

Colortec - Flechtverfahren für Bicolorseile

 

 

Touchtec - Oberflächenveränderung in den Seilenden

 

 

Duotec - Flechtverfahren für Bicolorseile

 

 

Sports Braid – Zweiflechtige Mantelstruktur

 

 

Linktec – Kernmantelverklebung

 

 

Die anschließende Veredelung der Seile ist ein gut gehütetes Geheimnis der Bergsportindustrie. Jede Rezeptur verleiht dem Seil spezifische Eigenschaften. Sämtliche Chemikalien, die zur Veredelung der Seile genutzt werden, sind bluedesign® konform und stellen keine Gefahr für Mensch und Umwelt dar.

Pro Dry – Kern- und Mantelveredelung

 

 

Thermo Shield – Thermische Veredelung

 

 

Das fertige Produkt:

Edelrid hat mit der Kombination der unterschiedlichen Flecht- und Veredelungsprozesse zwei verschiedene Produktlinien entwickelt:

Pro Line

Hier werden minimales Gewicht und geringster Durchmesser mit Langlebigkeit und bestem Handling vereint. Diese Seile sind für alle gedacht, die höchste Ansprüche an ihr Material haben.

Sports Line

Der Schwerpunkt der Anwendung ist, wie der Name schon sagt, das moderne Sportklettern. Die Seile der Sports Line sind echte Arbeitstiere. Sie bieten mit ihrer robusten Konstruktion und größere Durchmesser viel Reserve für Work Out oder Toprope Begehungen.

Technologien:

Technologien:

 

Veredelungen:

 

 

Veredelungen:

 

 

 

Edelweiss

Der einstige Innovations-Antreiber für Seile mit einem Kernmantel entwickelt Seile, die nicht mehr aus dem Kletter- und Bergsport wegzudenken sind. Edelweiss hat im Laufe der Jahre einige Prozesse und Produktionsverfahren entwickelt, die zur Einzigartigkeit eines jeden Seils beitragen:

Unicore

Ein Prozess, der den Seilmantel mit dem Kern verbindet, ohne dabei die Geschmeidigkeit des Seils zu beeinträchtigen. Der Mantelrutsch wird auch unter härtesten Bedingungen verhindert. Reißt das Seil, oder schneidet man es, so bleiben Mantel und Kern verbunden. Bei einem herkömmlichen Seil ist genau das nicht der Fall. Dank des UNICORE Prozesses ist der Seilnutzer nicht hilflos ausgeliefert, sondern kann sofort reagieren.

Aqua Flex

Hier wird der Seilmantel so aufgebaut, dass er die Leistungsmerkmale von Polyamid und Polyester vereint. Das passiert zugunsten einer erhöhten Abriebfestigkeit. Außerdem wird dank dieser Technologie die Schrumpfung im Wasser auf ein Drittel reduziert.

Perform 3

Noch leichter. Noch längere Lebensdauer. Noch handsamer und mit verbessertem Fangstoß. Edelweiss hat einen neuen Standard gesetzt. Spezielle Entwicklungen im Bereich Material, Behandlung der Fasern und der Flechttechnik. Perform 3 hat die letzte Generation von Polymeren weiterentwickelt und schafft eine Gewichtsreduzierung von 5 Gramm pro Meter. Bessere Leistung bedeutet auch gleichzeitig einen niedrigeren Fangstoß. Je niedriger der Fangstoß, desto angenehmer der Sturz des Kletterers. Perform 3 bringt bis zu 12,5% mehr Leistung beim Fangstoß. 

HD Cover

HD Cover ist eine Technologie, bei der das Flechten des Mantels pro Faser abläuft. Bei anderen Verfahren werden im Gegenteil dazu die Fasern als Paar geflochten. Mit der HD Cover Technologie hat der Mantel eine reguläre Oberfläche und eine leichtere, bequemere Handhabung ohne Störung beim Sicherungsgerät. Noch dazu ist die Lebensdauer dadurch erhöht. 

O-Flex

Das O-Flex Verfahren greift auf ein innovatives Flechtsystem zurück. Dank des runden Seilkerns kommt ein unglaublich flexibles Seil zum Vorschein. Feldtests haben bereits gezeigt, dass das O-Flex Verfahren die Lebensdauer der Seile in Kletterhallen auf das Doppelte bis Dreifache erhöht. 

Mid Rope Indikator

Die Seilmarkierung für mehr Sicherheit und einfachere Sichtbarkeit der Seilmitte. 

Everdry

Everdry ist die erste Trockenbehandlung an Seilen. Sie wurde 1971 entwickelt und wird auf alle Fasern des Mantels angewendet, um die Folgen von Feuchtigkeit, Regen oder Eis auf dem Seil zu begrenzen. 

Super Everdry

Alle Edelweiss-Seile mit der SUPEREVERDRY-Veredelung haben erfolgreich den neuen UIAA Standard zur Imprägnierung und Wasserabweisung bestanden. Das Resultat der Tests bei den Seilen mit SUPEREVERDRY Technologie lag zwischen 0.8 bis 1.4 %. Dieser extrem niedrige Wert steht für sich und bezeichnet den hohen Wert dieser Technologie. 

Mammut

Mammut gibt für den Gebrauch der Seile einige Sicherheits- und Warnhinweise. Für Dich haben wir sie übersichtlich zusammengefasst.

Lebensdauer und Aussonderung

 Als maximale Lebensdauer von Seilen (unbenutzt und optimal gelagert) gilt 10 Jahre. Die Lebensdauer des Produkts ist im Wesentlichen abhängig von der Häufigkeit und Intensität im Gebrauch. Anhaltswerte für die Gebrauchsdauer des Seils gibt die Tabelle 4a. Grundsätzlich müssen Seile sofort ausgesondert werden:  – wenn der Mantel beschädigt ist und der Kern sichtbar wird – bei starken axialen und/oder radialen Verformungen und Deformationen  (z.B. Versteifungen, Knickstellen auffallender «Schwammigkeit») – bei extremen Mantelverschiebungen – wenn der Mantel extremen Veschleiss (Abrieb/Pelzbildung) aufweist – nach irreversiblen starken Verschmutzungen (z.B. Säureeinfluss, Fette, Öle, Bitumen, Chemikalien, etc.) – nach starker thermischer Belastung, Kontakt- oder Reibungshitze, so dass Verschmelzung oder Schmelzspuren sichtbar sind.

 

Petzl

Petzl gibt dem Anwender einige bildlich dargestellte Hinweise und Anregungen zur korrekten Nutzung der Seile:

 

Tendon

Viele namhafte Profikletterer wissen die hervorragenden Eigenschaften der TENDON-Seile zu schätzen und können mit ihnen ihre Leistungsgrenze immer wieder nach oben verschieben. Für alle Spielarten des Bergsports bietet TENDON das perfekte Seil, ganz gleich ob man im Hochgebirge unterwegs ist oder die durch die Sportkletterwelt reist:

Nanotechnologie

Eine Methode der Oberflächenbehandlung, bei der Teflon®Eco in Form von kleinen Partikeln auf den Seilmantel aufgetragen wird. Die Partikel bedecken die Seiloberfläche gänzlich und bilden so eine undurchlässige Schutzschicht gegen Staub, Wasser und andere Teilchen, die den Seilmantel oder -kern beschädigen könnten. Dank der Nanotechnologie zeigen die Tendon-Seile bessere Parameter der Wasserbeständigkeit und Abriebfestigkeit. Damit verlängert sich die Lebensdauer des Seils und erhöht die Sicherheit des Bergsteigers. 

Secure-Technologie

Die Seile mit der Secure-Technologie bestehen aus 4 Schichten: ein parallellaufender Kern mit geflochtenem Kern, ein geflochtener Zwischenmantel und eine sichtbare Schicht, der SBS-Mantel. Als Material wird bei allen Schichten Polyamid eingesetzt. Das Ergebnis ist eine hohe Beständigkeit des ganzen Seils.  Die Rundform des Seils ändert sich nie und läuft deshalb sehr gut durch verschiedene Sicherungsmittel. Die Secure-Technologie trägt zu einer erhöhten mechanischen Beständigkeit der Seile bei. Die Seilparameter sind so ausgewogen, dass sie den Seilen hervorragende Kompaktheit, Biegsamkeit und Beständigkeit verleihen. Noch dazu lassen sich die Seile mit Secure-Technologie super leicht knoten und wieder entknoten. Dank der einzigartigen Sandwich-Konstruktion der geflochtenen Einzelschichten und dem Einsatz spezieller Stapelfasern sind die statischen Seile fähig, eine hängende Person auch im Falle einer starken Beschädigung zu halten. 

Teflon

Teflon®Eco ist DIE Lösung auf dem Gebiet der Seilimprägnierung. Es ist die neue Generation des Polymers, das eine hohe Stabilität unter extremen Bedingungen aufweist. Damit ist es beständig gegen direkte Sonnenstrahlung und direkte Wasserwirkung. Teflon®Eco ist ein wasserabweisendes Sonderpolymer aus der Basis von fluoriertem Polyacrylat. Es ist in der Lage, die Seilstruktur hermetisch zu verkapseln und das Eindringen von Wasser zu verhindern. Der Mantel des Seils wird mit einer Grundimprägnierung behandelt, welche die Beständigkeit des Seils gegen Wasser erheblich erhöht. Bei der Herstellung wird jede Faser des zukünftigen Seils mit einer Imprägnierlösung versehen. 
Dank der minimalen Wasseraufnahme nimmt das Seilgewicht nicht zu und das Seil kann bei winterlichen Temperaturen nicht einfrieren. 

 

Tenote

TeNOTE ist eine moderne Technologie der Kennzeichnung und Evidenz der Seile. Die NFC-Technologie bietet in Form eines kleinen Chips eine ungeahnte Dienstleistung an und hebt den bisherigen Benutzerkomfort auf ein neues Niveau. Tendon präsentiert eine Lösung für Dein Handy. Die gleichen Dienstleistungen, die dir auch bei der NFC-Technologie zur Verfügung stehen, sind auch über das Internet verfügbar. Die Integration des Chips in das Seil kann im Anschluss über das Alter, den Zustand, die Geschichte des Seils Auskunft geben. 

System SBS

Das Simple Braid System ist ein Flechtsystem, bei dem jeder Faden einzeln in den Mantel eingeflochten wird. Das Ergebnis dieses Vorganges ist ein kompakterer Mantel und eine glattere Oberfläche im Vergleich zum Tandem-Standardmaterial. Seile mit dieser Mantelkonstruktion haben eine kleinere Reibungskraft und sind besser gegenüber Abrieb und Beschädigungen beständig. Seile mit einem SBS Mantel fühlen sich angenehmer an und „fließen“ besser. Hier ein Vergleich: